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Das koreanische Mondneujahr: Traditionen und das Jahr des Pferdes

Dieser Artikel taucht in die faszinierende Welt des koreanischen Mondneujahrs ein, das sich vom westlichen Jahreswechsel unterscheidet und tief in alten Traditionen verwurzelt ist. Er beleuchtet die kulturelle Bedeutung des sogenannten „Jahres des Pferdes“, beschreibt die charakteristischen Eigenschaften der in diesem Zeichen Geborenen und erklärt, wie die Kraft dieses Tierkreiszeichens das kommende Jahr prägen soll. Zudem erhalten Leser einen Einblick in die festlichen Rituale, die eine koreanische Familie an diesem wichtigen Feiertag pflegt: von der Zubereitung traditioneller Speisen wie Tteokguk bis hin zu den bedeutsamen Bräuchen der Ahnenverehrung und des Neujahrsgrußes, der Respekt und Verbundenheit in der Familie ausdrückt.

Feiern Sie den Beginn des Jahres mit altertümlicher Weisheit und herzlichen Familienritualen!

Der andere Jahresanfang: Das koreanische Mondneujahr und die Bedeutung des Tierkreiszeichens

Während der Westen bereits ins Jahr 2026 gestartet ist, beginnt das neue Jahr in Asien nach dem Lunarkalender erst am 17. Februar. Es trägt den poetischen Namen „Jahr des Pferdes“. Alle Kinder, die in den kommenden zwölf Monaten geboren werden, erhalten dieses Tierkreiszeichen, das sich in Asien – anders als im Westen – auf Jahreszyklen statt auf Monate verteilt.

Eigenschaften des Pferdes und die Energie des neuen Jahres

Menschen, die im Jahr des Pferdes geboren sind, zeichnen sich durch ihre lebhafte Natur und ihre unbändige Energie aus. Sie sind stets in Bewegung, lieben es, das Leben in vollen Zügen zu genießen, und umgeben sich gerne mit einem großen Freundeskreis. Ihre Ungebundenheit und ihre Abneigung gegenüber starren Regeln prägen ihren Charakter. Das Jahr des Pferdes selbst bringt eine kraftvolle Energie mit sich, die Mut, Leidenschaft und Veränderung fördert. Es ist eine Zeit, in der Tatendrang und Kreativität aufblühen und Chancen ergriffen werden können.

Das traditionelle Neujahrsfest: Eine Reise zu den Wurzeln

In koreanischen Familien wird dieser besondere Anlass mit einem traditionellen Neujahrsfest gefeiert. Würden die Großeltern noch leben und in Korea wohnen, würden sich alle Verwandten auf den Weg zu deren Reisbauernhof in den Bergen machen, um dort drei Tage lang ausgelassen zu feiern. Da alle Koreaner dasselbe tun, sind die Straßen in dieser Zeit oft stark verstopft, weshalb eine frühzeitige Abreise – oft zehn Stunden vor der üblichen Fahrtzeit – ratsam ist.

Kulinarische Traditionen: Die Reiskuchensuppe Tteokguk

Nach der Ankunft beginnen die Tanten sofort mit den Vorbereitungen für das Festmahl. Ein zentrales Gericht ist die Reiskuchensuppe „Tteokguk“, bestehend aus festen, neutral schmeckenden Reiskuchen, die in einer kräftigen Rinderbrühe mit Teigtaschen („Mandu“) serviert werden. Garniert wird die Suppe mit zerbröselten getrockneten Algen, gemahlenem Sesam und dünnen Omelettestreifen. Es wird geglaubt, dass man in diesem Jahr nicht älter wird, wenn man diese Suppe nicht isst – eine Legende, die im Westen humorvoll relativiert wird.

Die Verehrung der Ahnen: Ein zentrales Element der Kultur

Ein besonders wichtiger Brauch an diesem Tag ist die Ahnenverehrung, die an verstorbene Familienmitglieder erinnert – ähnlich dem Totensonntag oder Allerheiligen im Westen. Hierbei müssen alle Familienmitglieder am Ritual teilnehmen, denn Ahnen und verstorbene Angehörige nehmen in der koreanischen Gesellschaft einen extrem hohen Stellenwert ein. Diese tiefe Ehrfurcht spiegelt sich auch in der Gesellschaft wider, die eine ähnliche Verehrung für historische Persönlichkeiten pflegt.

Der Neujahrsgruß: Ein Akt tiefen Respekts und der Tradition

Ein weiteres bedeutendes Ritual ist der Neujahrsgruß an die Älteren. Dabei verneigen sich die Kinder tief vor ihren Eltern, oft so weit, dass sie den Kopf den Boden berühren lassen. Dieser tiefe Respekt kann bei westlichen Betrachtern Verwunderung auslösen. Für die Ältesten der Familie ist es jedoch ein Moment der Wertschätzung, in dem sie sehen, wie ihre Kinder und Enkelkinder, die sonst so frech sein mögen, ihnen diese tiefe Ehrerbietung erweisen.

Das Neujahrsgeld: Eine Belohnung für den Respekt

Als Belohnung für den Neujahrsgruß erhalten die Jüngeren von den Älteren das Neujahrsgeld. Dieser Geldfluss erfolgt stets von oben nach unten, was bedeutet, dass der Jüngste, obwohl er sich am häufigsten verneigen muss, am Ende des Tages die meisten Geldgeschenke erhält. Eine schöne Tradition, die den Respekt belohnt und Freude bringt. Nach all diesen Ritualen kann man sich nun auf das „Jahr des Pferdes“ freuen. In diesem Sinne: Ein frohes neues Jahr an alle!

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